Karneval 2010

Ich mag den Karneval nicht. Ich mag es einfach nicht, das man fröhlich sein soll, weil der Kalender einem das sagt.

Ich war dieses Jahr zum ersten mal beim Geierabend in Dortmund auf der Zeche Zollern. Da wollte ich schon immer mal hin, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Und dieses Jahr ist Castrop-Rauxel die Partnerstadt vom Geierabend, und ein großes Thema 2010 ist halt auch die Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet. Also bin ich da mal hin. Es war ein lustiger abend mit vielen lustigen und nachdenklichen Nummern, so das ich sagen muß das der Besuch des Geierabends sich auf alle Fälle lohnt, wenn man ein wenig Lokalpatriotismus für das Ruhrgebiet, speziell für Dortmund hat. Der Geierabend ist eine Variante des alternativen Karnevals, die wirklich sehr gut gelungen ist, ähnlich wie die Kölner Stunk-Sitzung. Das Programm ging mit 2 1/2 Stunden mir persönlich ein wenig zu lang, aber das ist bekanntlich ja Geschmackssache. Jedenfalls ist es eine sinnigere Art Karneval zu feiern als wie es sonst so  üblich ist. In eine Kneipe oder in einen Saal rein gehen, trinken bis der Arzt kommt, den ganzen abend (für mich) fürchterliche Musik hören und wenn man Glück hat noch wenn Nachts mit nach Hause schleppen. Das der Karnevalist ansich das anders macht, mag durch aus sein, aber das ist die Variante die ich jahrelang erlebt habe(arbeitender Weise). Bei dem diesjährigen Spruch der Sesion “ Mädche gib mir mal schnell noch wieder einen aus, du wirst schon hässlich!“ stellt sich mir die Frage warum tut Mann/Frau sich das an. Gibt es nur die Möglichkeit im angetrunken Zustand das andere/oder gleiche Geschlecht zu bezirzen um an Ihm/Ihr rumzukrabbeln und dann nach Hause zu kriegen. Pfui bah, das ist nicht meine Welt. Nach fast 20 Jahren Einsatz in der Gastronomie zu Karneval, war 2010 nun für mich das letzte mal. Mein Bacchus bleibt für immer verbrannt und ich werde ihn am 11.11. nicht wieder beleben. Für mich zieht die Karawanne nicht mehr weiter, Es wird kein Lasso mehr raus geholt, und kein „Er gehört zu mir“ mehr.

Alaaf und Helau, Tschö mit Ö

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Published in: on 21. Februar 2010 at 4:17 pm  Comments (1)  

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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Dein Kommentar ist so widersprüchlich das man fast Lust bekommt Karneval zu feiern. Und das von mir. Der Geierabend mit seiner Ansammlung von primitiven Witzchen auf Fips Asmussen-Niveau, ist keine Alternativ-Veranstaltung sondern haut wirtschaftlich genau in die gleiche Kerbe. Anfang der 2000er hatte der Geierabend mal sowas wie ein „alternatives Weihnachtsprogramm“. Das machte grossen Spass. Hat mir auch grossen Spass gemacht. Dann gab es da wohl eine wirtschaftliche wie gastronomische Verknüpfung mit Bubi Leuthold. Ab da war es einfach schlecht. Und blieb schlecht. Wenn sich dieses ehemals „Rocktheater“ anschickt, die breite Masse mit diesen niveaubefreiten, ruhrgebiets-kolorierten Witzchen zu bespielen, bitte, mich erreicht es nicht.

    Wenn der Geierabend deine Art von Unterhaltung ist, please, go on…

    Das M


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